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veröffentlicht am 04.06.2024
Autor:Kunz PR GmbH & Co. KG
Wer in Lauf an der Pegnitz einen Blick unter die Stadtmauern wirft, staunt nicht schlecht: Ein weitverzweigtes Netz aus Felsenkellern durchzieht hier den Untergrund. Weshalb sie genau entstanden sind, ist nicht gewiss. Ein Besuch in den Gewölben, die wohl zwischen 1600 und 1680 angelegt wurden, lohnt sich allemal. Lieber nach oben steigen? Die Mauern der Festung Rothenberg, Europas größter Barockfestung, hüten so manch historisches Geheimnis. Drumherum punktet die Region mit idyllischer Natur und malerischen Orten.
Steil geht es auf steinigen, glitschigen Stufen hinab ins dunkle Gemäuer der Felsenkeller in Lauf. Hat man sich ans schummrige Licht gewöhnt, eröffnen sich fast mystische Welten tief unter der Stadt: Unzählige Gewölbe, die irgendwann einmal mühevoll in den Sandstein gehauen wurden, getragen von massiven Pfeilern. Viele Gänge enden in der Dunkelheit, Schatten formen Umrisse an die rauen Wände. Hier und da wachsen Pilze aus dem Gemäuer.
„Im Bereich des Marktplatzes hat fast jedes Anwesen einen solchen Felsenkeller“, erklärt Guide Dominik Müller von den Altstadtfreunden Lauf e.V. Heute halten die verzweigten Räume schon mal als Kulisse für einen Fantasyfilm her. Hinter Absperrbändern reihen sich alte bauchige Flaschen in einem Regal, als würde sich gleich jemand daran bedienen. Fast spürt man die Anwesenheit von Wesen aus einer anderen Welt. Schnell weiter. Aber Achtung: Kopf einziehen ist an manchen Stellen angesagt, denn die Höhe variiert hier zwischen 1,60 und 2 Metern. Und während man oben darauf achtet, dass man sich das Haupt nirgends stößt, können unten die Füße nass werden. Der Boden befindet sich oft nur wenige Zentimeter über dem Grundwasserspiegel, sodass bei Hochwasser die Pegnitz eindringt.
Es bleibt abenteuerlich. Gewölbe hinter Gewölbe kommt zum Vorschein. Ohne Guide wäre man in diesem Labyrinth – angelegt wahrscheinlich zwischen 1600 und 1680 – schnell verloren. „Da die Räume immer in Privatbesitz waren, gibt es keine öffentlichen Unterlagen“, bedauert Dominik. Sein Verein bietet das ganze Jahr über regelmäßig geführte Touren unter die Stadt an. Wer mitkommt, sollte sich warm anziehen, denn auch im Sommer wird es hier unten selten wärmer als zehn Grad. „Perfekte Temperaturen, um Bier zu lagern“, weiß der Altstadtfreund. Darum wurden die unterirdischen Gemäuer bis ins 19. Jahrhundert hauptsächlich als Bierkeller genutzt. „Vermutlich dienten sie aber schon im 30-jährigen Krieg als Schutzräume und vor allem während des Zweiten Weltkriegs als Luftschutzbunker“. Danach fungierten sie als Schuttabladeplatz und gerieten fast in Vergessenheit, da viele Zugänge bei Umbaumaßnahmen verschlossen wurden.
Doch die Altstadtfreunde tun viel, um die Felsenkeller zu erhalten: Seit den 1980er Jahren räumen sie Schutt weg, erschließen neue Ein- und Ausgänge, verhandeln mit Hausbesitzern und beleuchten die Gänge. Klingt ziemlich aufwendig und kostspielig – da zahlt man bestimmt einiges an Eintritt? Falsch. Alle Altstadtfreunde arbeiten ehrenamtlich, der Verein freut sich natürlich trotzdem über Spenden.
Nach dem Ausflug in die Unterwelt ist es höchste Zeit für Weitblick. Den gibt’s auf der Festung Rothenberg, die auf einer Höhe von 561 Metern oberhalb des Örtchens Schnaittach thront. Der Blick schweift über die umliegende Landschaft der Frankenalb, die sich mit ihren waldigen Erhebungen mitten durchs Nürnberger Land zieht. Eine sanfte Brise weht einem hier entgegen. Auch der Glatzenstein ist zu sehen. „Ein beliebtes Ausflugsziel im Nürnberger Land“, erklärt Festungsführer Hannes, der Besuchern Europas größte Barockfestung von innen zeigt. Nur in seiner Begleitung darf man durch das Haupttor. Und aus Sicherheitsgründen nur mit Helm. Denn die alten Gemäuer bröckeln an manchen Stellen.
Gut behütet taucht man also in die Geschichte ein. Vorbei an verfallenen Quartieren von Burgherren und -fräulein geht’s hinab in beeindruckende Gewölbegänge. Die Mauern sind dick und schlucken die Geräusche von draußen. Auch hier ist es kalt und feucht. Auch hier fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Leicht hatten es die Burgbewohner damals nicht. „Die unterirdischen Kasematten dienten als Schutz vor Beschuss – schon früher war die Festung ein begehrtes Fleckchen. Ein kurbayerischer Stachel im Herzen der freien Reichsstadt Nürnberg.“ Die Burg bestand von 1331 bis 1703 und nahm im 18. Jahrhundert die Form an, die heute zu sehen ist: Eine Barockfestung nach französischem Vorbild in Sternform, mit steil aufragender Mauer und mächtigem Burggraben. Um die Anlage vor dem Verfall zu schützen, nahm sich Ende des 19. Jahrhunderts der Heimatverein Schnaittach e.V. ihrer an. „Führungen gibt es hier seit 1895“, sagt Hannes stolz. Aber nur von April bis November. In den kalten Monaten sind die Festungsgewölbe Winterquartier für Fledermäuse.
Weitere Infos
Führungen in die Felsenkeller mit den Altstadtfreunden Lauf e.V. finden am Altstadtfest von 29. bis 30. Juni sowie ganzjährig jeden 1. und 3. Samstag im Monat um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Schleifmühle Reichel. Besonderes Highlight ist eine Schatzsuche zum Kindergeburtstag. Weitere Besichtigungen und Infos unter www.altstadtfreunde-lauf.de.
Besichtigungen der Festung Rothenberg sind von April bis November, jeweils Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen ab 10 Uhr zur vollen Stunde möglich. Kosten: 5 Euro für Erwachsene, 3 Euro für Kinder ab 5 Jahren. Gruppenanmeldung unter info@heimatverein-schnaittach.com.
Über das Nürnberger Land
Das Nürnberger Land repräsentiert als Tourismusmarke die Region zwischen der namensgebenden fränkischen Metropole und der Oberpfalz. Die Region erstreckt sich von Neuhaus an der Pegnitz im Norden, über die Fränkische Alb bis nach Burgthann im Süden und hat für sportlich Aktive, Genussmenschen, Familien und Kulturbegeisterte gleichermaßen viel zu bieten. Während der Naturraum Nördlicher Frankenjura, das Pegnitztal, die weiten Kiefern-, Buchen- und Mischwälder und die zahlreichen verwunschenen Gewässer mit stadtnahen Freizeitmöglichkeiten punkten, begeistert die Schlösser- und Burgenlandschaft kulturell und kulinarisch. Egal ob Wandern, Radfahren, Museenbesuch oder einfach zum Entspannen – die regionalen Spezialitäten wie Schäufele, Höhlenkäse oder Kommunenbier sind nicht weit entfernt.
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